newthinking

Neuigkeiten, aktuelle Projekte und Themenschwerpunkte bei der newthinking communications GmbH

Referenzen

Referenzen zu den unterschiedlichen Arbeitsbereichen der newthinking communications GmbH

Open-Source

Aktuelles zum Thema Open Source in Deutschland und international

Digitale Kultur

Aktuelle Entwicklungen zum Thema digitale Kulturen – darunter Nachrichten aus den Creative Commons

Soziale Medien

Aktuelles aus der Welt des Web 2.0, der Soziale Netzwerke und Blogs – mitgestalten und Veränderung verstehen

Home » Digitale Kultur, newthinking, Open-Source

Open Minds 4 Open Access ..

Eingetragen von auf 3. Dezember 2009 – 11:152 Kommentare

oa_logo_head1
… war der Titel einer Fortbildungsveranstaltung gestern an der Berliner Charité im Institut für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitsökonomie, bei der ich eine Einführung ins Thema Open Access gegeben habe.

In der Diskussion erörterten die Wissenschaftler vor allem die Tatsache, dass grosse Wissenschaftsorganisationen wie die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) sowie auch die Humboldt Universität (HU) Berlin, zu der die Charité gehört, die Wissenschaftler zu Open Access Publikationen ermutigen. Dass es entsprechende explizite Aussagen der HU gibt war zum einen gar nicht allen bekannt. Zum anderen wurde konstatiert, dass keine Anreize im wissenschaftlichen System und Betrieb beständen, dies zu tun.

DFG und HU empfehlen z.B. explizit, dass Autoren mit Verlagen die Einbehaltung ihrer Urheberrechte für die digitale Publikation aushandeln sollen, so dass spätestens 6 – 12 Monate nach der exklusiven Journal-Veröffentlichung eine Arbeit für Open Access freigegeben wird. Den meisten Wissenschaftlern war nicht bekannt, dass sie diese Möglichkeit überhaupt haben. Zudem sei das was bei einer Veröffentlichung für den Wissenschaftler zähle allein der Impact Faktor des Journals in dem veröffentlicht wird. Ein nachträgliches Einstellen eines Artikels auf dem Dokumentenserver der HU werde nach dem Bewertungssystem im Wissenschaftsbetrieb in keiner Weise anerkannt. So erklärt sich dann auch, dass der HU Dokumentenserver nur zwei Open Access Artikel aus dem Fachbereich Medizin zu diesem Zeitpunkt vorhält. Er wird, zumindest von den Medizinern, bisher v.a. für die Publikation von Dissertationen genutzt. Wir diskutierten auch kurz darüber, was die HU tun könnte, um mehr Akzeptanz für ihr institutionelles Open Access Repositorium zu erreichen, in das die Universität ja immerhin investiert. Dies könnte z.B. dadurch geschehen, dass die Anzahl an Open Access Veröffentlichungen, also Beiträge zum sichtbaren Gesamtbestand der Forschungsarbeiten der Universität, ein Faktor bei der Mittelvergabe an die einzelnen Institute würde.

Weiterhin wurde darüber spekuliert, wie lange es dauern würde, dass sich der Anreiz für Wissenschaftler Open Access zu publizieren allein durch die nachgewiesene grössere Zitierhäufigkeit von Open Access Publikationen ergibt. Denn die Zitierhäufigkeit bestimmt den Impact Faktor. Bisher sind viele Open Access Journals jünger als die grossen etablierten Journals und noch auf dem Weg mit den Impact Faktoren gleichzuziehen.

2 Kommentare »

Schreiben sie einen Kommentar!

Fügen sie unten ihren Kommentar hinzu, oder trackback von ihrer eigenen Seite.. Sie können außerdem Abonnieren sie diese Kommentare via RSS.

Sei nett. Halt es sauber. Bleib beim Thema. Kein Spam.

Sie können diese HTML-Tags benutzen:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

Dieser Blog hat Gravatar aktiviert. Um ihren eignen Avatar zu bekommen registrieren sie sich bitte unter Gravatar.