Afrikas Blogosphäre – Bürgerjournalisten zwischen Kairo und Kapstadt
Als Politologie-Studentin waren “Die Blätter für deutsche und international Politik” wichtige Quelle für die ein oder andere Hausarbeit und Teil meiner Basisnahrung. Als die Anfrage kam, einen Beitrag zum Thema politisches Bloggen in Afrika zu schreiben, habe ich mich vor allem über das Interesse der Blätter, dieses Thema näher zu behandeln, gefreut. Allzu oft macht Afrika nur im Zusammenhang mit Krieg und Krisen Schlagzeilen — selten aber mit Meldungen über Bürgerbewegungen, kreativen und friedlichen Protest oder Innovationen aus dem “schwarzen Kontinent”. Der Beitrag “Afrikas Blogosphäre – Bürgerjournalisten zwischen Kairo und Kapstadt” ist in der aktuellen Ausgabe 10/09 der Blätter erschienen. Der Artikel gibt einen Überblick wo in Afrika worüber gebloggt wird, untersucht wie politische Blogs als Demokratie-fördernde Medien genutzt werden, und behandelt Beispiele aus Kenia und Nigeria:
Der Beitrag politischer Weblogs zur Meinungsbildung und Mobilisierung von gesellschaftlichen Protesten ist ein international viel diskutiertes Thema – jüngst vor allem mit Blick auf den Iran. Der afrikanische Kontinent erscheint auf der Karte des Web 2.0 hingegen zumeist als ein weißer Fleck. Dabei wächst auch zwischen Kairo und Kapstadt die Zahl der politischen Blogs und damit deren Bedeutung für die öffentliche Sphäre und den gesellschaftlichen Diskurs. Welches Potential birgt diese Form der Internetkommunikation, um demokratisches Denken und Handeln – gerade in Ländern mit fragilen partizipativen Strukturen – zu unterstützen und zu fördern?




Hinter Kairo und Kapstadt liegt noch Madagaskar, und deren Elite-Blogger präsentieren sich nun auch als “Absolute Beginners”.